Böses Erwachen: Yvonne und Yannik haben sich den »Kieler Killervirus« gefangen und die halbe Nacht mit Übelkeit und brechen verbracht. Beide sind von den Strapazen der Nacht gezeichnet und fix und fertig. Wir setzen die Womos wieder um an den Strand und Frühstücken im Sonnenschein. Anschl. Fahren wir zurück nach Kåseberga um das Wikingergrab zu besichtigen. War der Parkplatz gestern fast komplett verlassen kommen ständig neue Autos und der Parkplatz füllt sich rasend schnell. Yvonne und Yannik bleiben im Womo zurück und wir machen uns mir Hamina auf dem weg zur Grabstätte Ales Stenar. Der Wanderweg zur Grabstätte verläuft am Rande der Stadt vorbei, einen Weg von Wiesen umrandet schlängelt sich langsam nach oben. Die Grabstätte selbst, bestehend aus Runensteine die in Form eines Wikinger-Schiff auf einer Wiese angeordnet seind, verblasst im angesichts der dahinter liegenden Steilküste zum Meer hin.
Am Rande der Steilküste verbringen wir im Küstenwind die meiste zeit und wandern daran entlang bis wir uns wieder auf den Weg zurück zum Parkplatz und damit zu Yvonne und Yannik machen. Dem Weg folgend, biegen wir nach wenigen 100m nach rechts zum Hafen ab und statten einer der Fischräuchereien einen Besuch ab. Aufgrund des starken Andrangs kauft Miriam ein paar leckere Dinge ein, während ich mich mit den Kindern weiter auf den Weg Richtung Parkplatz mache. Mattes hat Hunger und wird langsam unleidig. Dennoch entstehen auf dem Weg durch Kåseberge einige schönen Fotos von kleinen und schönen schwedischen Häusern und ihren liebevollen Gärten. Zurück am Parkplatz gibt es ein kurzes Mittagessen, wobei Yanik und Yvonne dankend ablehnen und lieber dem essen aus dem Weg gehen. Die Einkäufe vom Hafen verschweigen wir für’s erste.
Nach einer Runde Kaffee fahren wir weiter entlang der Küste nach Simrishamn. Am Ortseingang biegen wir rechts Richtung Campingplatz ab und parken daneben auf einem Parkplatz der im Gegensatz zum Campingplatz nicht wirklich zum übernachten einlud. Der Campingplatz ist mit fast 40€ eher hochpreisig, so dass sich Moritz mit dem Kauf von Brötchen für das Abendessen begnügt.
Nach dem alles eingepackt fahren wir weiter an der Küste in nordöstliche Richtung. Nach langem hin und her, zerrissen von der Möglichkeit am Meer zu bleiben oder an einen See etwas im Landesinnere, entscheidender uns dann eher zufällig für den See und gelangen so durch Gyllebo, einem wunderschönen kleinen Dorf mit jedem lieblichen Detail, das ein idealtypisches schwedisches Dorf in unseren Köpfen entspricht.
Auch der Gyllebosjön verspricht alles, was ein schönen Campingurlaub ausmacht. Mehre Feuerstellen, ein Steg mit abgetrennten Nichtschwimmer Becken, malerische Landschaft die in einem Wald eingerahmt ist. Die Kinder sind glücklich wir beschließen den Tag mit einem Abendbrot und einer Gutenachtgeschichte. Michel kommt lange nicht zu Ruhe und Miriam kommt letztendlich nicht mehr aus dem Womo, weshalb Moritz und Yvonne am Ende sich am See alleine verquatschen. Nicht aber ohne eine Studie über das Paarungsverhalten der heimischen Dorfjugend durchzuführen.