Früh am morgen um kurz vor 8 Uhr klopfte es an der Tür und beendeten jäh die Bemühungen von Moritz den Mattes nochmal zum schlafen zu bewegen. Ein älterer Mann stand an vor der Tür um das Standgeld in Höhe von 7 Euro einzutreiben. Er prieß den barfusspfad und schenkte den Kindern je einen Aufkleber mit einer Heidschnucke. Außerdem machte er uns auf den Brötchenservice aufmerksam der jeden Augenblick auf dem Parkplatz erscheinen würde. Kurz zuvor hatte es aufgehört zu regnen und der Platz war nass. Da wir heute noch einiges fahren wollten entschieden wir uns also jeder in seinem Womo ein schnelles Frühstück zu uns zu nehmen und dann weiter zu fahren.

Wir kamen auf dem weg nach Norden nur langsam voran. Ständige Regenschauer, Baustellen und Stauß macht uns das leben nicht gerade leicht. So richtig Urlaubsstimmung kam nicht dabei auf. Immer wieder kamen Zweifel ob Schweden auf Grund der Wetterlage wirklich das richtige Reiseziel ist. Um Hamburg war wieder nur schwer ein durchkommen und bis wir auf Fehmarn angekommen waren, war es auch bereits wieder 12 Uhr durch. Zumindest mit der Fähre hatten wir Glück und hatten nur wenige Minuten Wartezeit. Auch auf der Fähre war erstaunlich gutes Wetter mit wenig Wind. User Mittagessen aus lecker Brot und Wurst und Käse nahmen wir oben auf Deck zu uns.

Dänemark begrüßte uns wolkig aber trocken und wir nahmen direkt die etwas über 200km wegstrecke nach Kopenhagen in Angriff. Kurz vor Kopenhagen machten wir noch eine Rast. Hatten wir von letztem Jahr den Rastplatz in Dänemark als sehr kinderfreundlich in Erinnerung war dieser eine herbe Enttäuschung, so dass der Aufenthalt so kurz wie möglich gehalten wurde und wir uns weiter Richtung Öresundbrücke machten. Diese überquerten wir bei klarer Sicht und trockenem Wetter. Dieses Bauwerk ist auch bei der dritten Überfahrt immer noch imposant – auch wenn wir den Preis für ein Wohnmobil im vergleich zu einem PKW völlig überteuert finden (86 €).

In Schweden angekommen folgen wir der E22 Richtung Norden. Auf Grund der Wettervorhersage sind wir etwas verunsichert wo wir eigentlich jetzt genau hin sollen. Für den Süden sind in den nächsten Tagen Regenschauer vorgesagt. Nördlicher, genauer im Värmland soll es erstmal trocken bleiben. Allerdings würde der Weg dorthin einiges an zeit in Ansprüchen nehmen und die Kinder sind von der Fahrt nach Schweden schon etwas gefrustet. Nach einigen Kilometern biegen wir daher zum Meer ab und beschliessen in Barsebäck auf dem Campingplatz das Nachtlager aufzuschlagen und den Kindern den nötigen freiraum zum spielen zu schaffen. Der platz ist mit 32€ sehr hochpreisig ohne wirklich einen Gegenwert zu liefern. Zum Abendessen Grillen wir, leider unter dem Vordach bei leichtem Regen. Das Wetter sorgt nicht gerade für urlaubsstimmung. Wenn das mit dem Wetter so weiter geht bekommen wir noch ein ernstes Problem. Die Kinder gehen erst gegen 22 Uhr ins Bett und genießen bis dahin das spielen und freiem Himmel, auch wenn es hin und wieder regnet. Wir bleiben ebenfalls noch ein bisschen wach und unterhalten uns vor dem Womo.

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