Kalifornien verlassen wir gegen 10 Uhr bei leichten Nieselregen aber warmen Temperaturen. Unser Ziel ist Fehmarn und damit die Fähre nach Rödby. Kurz vor der Brücke halten wir an einer Tankstelle, danken den Wagen für humane 1,41 € voll und kontrollieren den Luftdruck der reifen, dann machen wir uns auf die letzten Kilometer zu Fähre. Die Wolken sind aufgeklart und die Sonne kommt wieder zum Vorschein. Ich kann mich auf der Vielzahl der Überfahrten irgendwie nicht so richtig an schlechtes Wetter auf dieser Insel erinnern.
Am Fähranleger fahren wir in die Bizz Spur und lassen die langen Schlangen an den Service-Spuren neben uns liegen. Das hat uns sicherlich eine menge Wartezeit gespart und wir habe einen Platz auf der nächsten Fähre sicher. Während der Wartezeit kontaktiere ich die T-Mobile um den Auslandstarif AllInc klar zu machen. Leider erfahre ich, dass mein Tarif zu “alt” ist und eine Buchung daher nicht möglich ist. Am Fähranleger schicke ich noch eine Mail an die Micromata um zu klären ob ein Tarif-Upgrade nicht möglich sei. D.h. aber auch warten bis Montag bis ich eine Antwort erhalte und somit erstmal keinen Internet Zugang.

Die Fährfahrt verläuft unspektakulär, oder auch routiniert. Das Wasser an der Ostsee ist erstaunlich glatt und kaum Wellengang. Miriam und ich gönnen uns für 9,40 € zwei Kaffee, weitere Verpflegung auf dem Schiff sparen wir uns. Ich finde es aber auch jedes Jahr wieder auf’s neue spannend, wie viele Menschen sich bei der kurzen überfahrt in den Restaurants und Geschäften Tummeln. Für Zigaretten, Tabak und Parfüm, sowie Schnitzel mit Pommes. Besonders irritiert mich das Schild “All you can eat”, also Völlerei in knapp 60 Minuten. Jedem das seine…
Kurz nach dem Fähranleger in Rödby steuern wir einen Rastplatz an der Autobahn an. Verschiedene Buchten mit Tisch und Bänke sind umrahmt von Hecken und laden zum Picknick ein. Genau das tun wir, aus dem Kühlschrank im Bus wandern verschiedene Käse, Ahle Wurst und Brot auf den Tisch. Nach einer kurzen Rast und vollem Magen machen wir uns weiter auf die knapp 160 km nach Kopenhagen zum nächsten Highlight der überfahrt. Bereits zum siebten male wollen wir den Öresund über dir Brücke überqueren. Am liebsten wäre ich zum Zentrum abgebogen, aber die Kinder wollen heute noch baden. Also geht es auf dem direkten Wege über die Brücke, bzw. erst mal in den Tunnel, denn die ersten Kilometer werden durch einen Tunnel bis auf eine Insel vor Kopenhagen zurück gelegt und erst dann steigt die Straße empor auf die Brücke über den Öresund.
Auf dem schwedischen Festland angekommen halten wir uns rechts und fahren auf die Autobahn E6 Richtung Trelleborg. Die Stadt Trelleborg ist aus vergangenen Tagen eine der bekanntesten Fährverbindungen nach Deutschland. Wir haben sie aber in den vergangenen Jahren noch nie bereist. Und auch heute halten wir uns kurz und nehmen den direkten Weg Richtung Ystad, auf der Riksvägar 9 entlang des Meeres. Unser heutiges Ziel ist der südlichste Punkt Schwedens. Gegen 16:00 Uhr bei [?] biegen wir rechts ab und parken den Wagen direkt vor einer Düne, holen die neue Schwimmtasche aus der neuen Heckbox und verbringen die nächsten zwei Stunden an einem weißen Sandstrand im Wasser und an Land. Die großen werfen sich schon geübt die die Wellen der Ostsee. Dieses Jahr ist auch Mattes voll dabei. Michel meidet das Wasser allerdings, scheinbar haben ihm die Quallen am Tag zuvor Respekt eingejagt.
Gegen 6 Uhr brechen wir auf, schmeissen die neue Schwimmtasche hinten in die neue Heckbox und schon befinden wir uns wieder auf der Straße die wir nur wenige Kilometer in [?] verlassen um auf eine daneben liegenden Wiese abzubiegen. Dort kann man für 12 € die Nacht mit Blick auf das Meer übernachte.Wenn man bedenkt, dass es nur Toiletten, aber keine Duschen oder Wasser gibt etwas viel wie wir finden.
Die Kinder kommen frühzeitig ins Bett und sind relativ bald darauf ruhig. Im Gegensatz zum letzten Jahr hat das sogar richtig gut geklappt. Ich und Miriam sitzen noch bei dem einen oder anderen Glas Weißwein vor dem Bus und besprechen die Reiseplanung. Ein wirklicher Plan entsteht dabei aber noch nicht.