Einer nach dem anderen erwacht am morgen. Es geht schon deutlich auf 9 Uhr zu und wir Frühstücken auf dem Parkplatz an einer Picknickbank das Wienerbröd, dass wir haben Vortag noch in Ystad gekauft haben. Ich entdecke auf einer Karte einen Badeplatz in der nähe. Aber wir wollen lieber weiter und auf die Fähre, bevor zu viel los ist am Fähranleger. Die restlichen 50 km verbringen wir mit dem hören der Astrid Lindgren CD, die Michel jetzt schon fast komplett lauthals mitsingen kann. Er ist auch derjenige der sie 24 Stunden rund um die Uhr hören möchte und auch hören kann.


Am Fähranleger ist die BroBizz-Spur außer Betrieb, so dass wir uns in die lange Reihe der anderen Autos einreihen müssen. Nach einer Viertelstunde wir dann doch die Spur aktiviert und wir biegen ab auf die richtig Spur. So erreichen wir noch die nächste Fähre um 10:45 Uhr und sind eine Stunde später in Deutschland. Dort fahren wir stracks weiter über die Insel und die Brücke auf das Festland. In Neustadt in Holstein machen wir eine Mittagspause mit Fischbrötchen. Die sechs bestellten Fischbrötchen (2 Matjes-,  Krabben-, 2 Fischfrikadellen, Bismarckbrötchen) haben dann aber nur Miriam, Michel und ich gegessen. Die anderen beiden weigerten sich wegen der Majonäse teilweise auch nur die Brötchen zu probieren. An einem Bäcker gab es dann als Ersatz norddeutsches Laugengebäck, das aber dann mit Wonne verspeist wurde.

Zuvor bin ich mit einer Restreichweite von 0 km an eine Tankstelle gerollt und für 1,38 € der Liter voll getankt. In unserem Umfeld kosteten sonst der Litern Diesel 1,40 € und ich bin davon ausgegangen günstig zu tanken. Im laufe der nächsten Stunden habe wir dann noch Tankstellen gesehen, wo der Liter nur 1,30 € gekostet hat. Komisch, es ist doch Ferienzeit!

Vor Hamburg kommt dann der erste Stau und wir fahren von der Autobahn ab und kurven durch Hamburg. Michel schläft währenddessen ein und so zeigen wir nur den großen Kindern das St. Pauli (Schanzenviertel, das Nikolaiviertel und die Reeperbahn), den Fischhafen, die Landungsbrücken und die Hafen City. Für Mattes war besonders wichtig wo das Stadion von St. Pauli steht!

Über die Elbbrücken kommen wir ohne größere Probleme, aber kurz dahinter kommt der nächste Stau, so fahren wir von der A7 in Harburg wieder herunter und kurven über Landstraßen Richtung Bispingen. Dort wollen wir einen Ausflug in die Heide machen. Auf dem schönen Wanderpakplatz mit Übernachtungsmöglichkeit für Womos angekommen zieht aber wieder ein Gewitter auf, das kurz darauf sich über uns ergießt. Unentschlossen fahren wir zurück nach Bispingen um im örtlichen Supermarkt unsere Getränkevorräte aufzufüllen. Nach dem einkaufen hat es aufgehört zu regnen und die Sonne lugt zwischen den Wolken hindurch. Es geht auf 18 Uhr zu, damit ist es eigentlich zu spät um nach Hause zu fahren, aber eine vernünftige Alternative habe wir auch nicht. Ich schau auf der Webseite von Bispingen und finde eine menge Hinweise. Wir entscheiden uns für das verrückte Haus. Verrückt ist es, weil es auf dem Kopf steht und zusätzlich um 8 Grad geneigt ist. Den stolzen Eintrittspreis für eine Familie mit 3 Kindern von 18 € zahle ich Kommentarlos. Drinnen ist es schräg und es entstehen eine Menge witziger Fotos. Die Frage ob der Eintrittspreis gerechtfertigt ist lasse ich besser offen. Für die müden Kinder, von der langen Autofahrt der letzten beiden Tagen leicht genervten Kinder ist das Haus aber eine willkommene Abwechslung. Auf ein zusätzliches Springen auf dem daneben stehenden Trampolin für 1,50 € pro Kind verzichten wir aber. In Schweden wäre es kostenfrei gewesen.

Wir fahren zurück nach Bispingen und suchen einen Italiener für das Abendessen. Dort gibt es Pizza und Schnitzel mit Pommes. Während wir auf das Essen warten spielen wir gemeinsam mehrere Runden Uno, bei der ich keines gewinne – dafür Merle und Mattes. Anschließend gehen wir noch neben an in die Eisdiele und jeder bekommt ein leckeres Eis. Bestens ausgestattet machen wir uns auf einen kleinen Spaziergang durch den Ortskern. Dieser ist stark geprägt von Tourismus und so reiht sich ein Restaurant neben dem anderen. Dazwischen zwei Eisdielen!!!

Als alle satt und zufrieden sind machen wir uns zurück auf den Wanderparkplatz in der Heide, dort soll für diese Nacht unser Schlafplatz sein. Es ist schwierig in der leichten Hanglage in der Dunkelheit einen Stellplatz zu finden, aber wir schaffen es dann doch. Nach dem die Kinder im Bett sind, sitzen Miriam und ich noch unter einem prächtigen Sternenhimmel und veröffentlichen einige Urlaubsberichte. Am Ende, Miriam ist bereits Richtung Bett aufgebrochen, sehe ich noch eine große Sternschnuppe. Morgen sind wir zurück in Kassel.

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