Auf
Heute morgen bin ich das erste mal erst kurz vor 7 Uhr wach geworden und ich hätte schwören können, dass die Sonne gescheint hat. Gegen 9 Uhr sind wir dann aus den Kojen gekrochen und draussen war es wieder nass und regnerisch. Das Frühstück fand daher im Bus statt. Zum Spühlen mussten wir wieder erst etwas Wasser in die Tanks pumpen, ein Teekessel mit Wasser auf dem Gasherd sorgt für das warme Wasser. Hier dauert alles etwas länger, aber wen sollte das stören? Vor den Duschen stehen schwarze Duschsäcke, diese können mit Wasser gefüllt und in der Sonne erwärmt werden, oder es wird erhitztes Wasser beigemischt – ansonsten duscht man hier kalt.
Leider haben wir keine Trockentücher im Nugget, daher entfällt das trockenen des Geschirrs und der Abwasch geht ratzfatz. Nachdem alles verräumt ist schnüren wir die Schuhe und machen uns auf die Socken. Um den Campingplatz herum gibt es eine Strecke von 7 bzw. 5 km Wanderweg, deren Ursprünge von den Tieren stammt und von den Besitzern des Campingplatztes mit weißen bzw. blauen Bändern gekennzeichnet wurden. Der Weg führt uns durch ganz unterschiedliche Vegetationen. Am Anfang laufen wir am See entlang, dann geht der Weg bergauf durch den lauf an unzähligen Blaubeersträuchern vorbei. Dann wandelt sich der Untergrund in Moos und Farn, vereinzelt stehen Findlinge im Wald. Leider ist alles sehr nass und gelegentlich regnet es leicht. So kommen wir nach knapp zwei Stunden mit nassen Hosen und Füßen am Bus wieder an. Dank Standheizung machen wir es uns im Bus gemütlich (auch wenn es eigentlich überhaupt nicht kalt ist.), die Klamotten und Schuhe hängen dabei zum trockenen über den Heizungsöffnungen.
Zu Stärkung gibt es ein paar Pfannenkuchen mit Speck mit einer anschließenden Mittagspause im Bus. Teils lesend, teils hörend verbringen wir ein gewisse Zeit im Bus. Als der Himmel wieder etwas aufklart, bzw. die Wolken etwas freundlicher aussehen, schnappen wir uns einen der Alu-Kanadier und paddeln auf den See. Der Wind ist allerdings recht tückisch, so das wir im Bereich des Ufers bleiben. Nach unserer Paddeltour sind wir bereits wieder hungrig und es wird Zeit die Pfifferlinge die wir gestern in Lund erstanden haben zu einem leckeren Gericht zu verwandeln. Nach dem essen spielen die beiden noch eine Runde auf den Floßen am Kinderstrand, wobei Mattes es schafft ins Wasser zu fallen. Langsam wird es schwierig ausreichend die ganzen Klamotten zu trocknen. Wir sind gespannt wie das Wetter morgen wird…